Am 21. August fanden die Pressekonferenz des 3. Deutsch-Chinesischen Markengipfels und das Symposium zur internationalen Markenkommunikation im Rundhörsaal der Bibliothek der Communication University of China statt.

Ausgerichtet wurde die Veranstaltung gemeinsam vom Generaldirektionsbüro der China Media Group, der Communication University of China, der Brand University of Applied Sciences, dem Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA) und der International Academy of Brand Science. Sie brachte Regierungsvertreter, Hochschullehrende, führende Unternehmerinnen und Unternehmer, ausgewiesene Fachleute und wichtige Medien beider Länder zusammen — zu Markeninternationalisierung in beide Richtungen, internationaler Kommunikation und industrieller Zusammenarbeit. Als nationale Referenzplattform für Markenaustausch findet der Gipfel in dieser Ausgabe an Veranstaltungsorten in China und in Deutschland statt.

Auf der Grundlage der langjährigen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen China und Deutschland behandelt der Gipfel internationale Markenkommunikation, digitale industrielle Modernisierung, kohlenstoffarme und nachhaltige Entwicklung, Compliance bei grenzüberschreitenden Investitionen und die Low-Altitude-Economy. Ziel ist es, leistungsfähige Unternehmen beider Seiten zusammenzubringen, Erfahrungen auszutauschen, chinesischen Marken einen qualitativ hochwertigen Schritt ins Ausland zu ermöglichen und deutschen Marken den chinesischen Markt weiter zu erschließen.

Grußworte: neue Chancen für die deutsch-chinesische Markenkooperation

Vertreter der ausrichtenden Institutionen sprachen nacheinander über die Bedeutung des deutsch-chinesischen Markenaustauschs aus Sicht ihres jeweiligen Bereichs.

ZHANG Shuting, Präsident der Communication University of China, erklärte, Marken seien ein wichtiger Träger nationaler Soft Power, und der Aufbau internationaler Kommunikationsfähigkeit sei eine zentrale Stütze der globalen Entwicklung chinesischer Marken. Die Universität werde ihre fachlichen Stärken weiter einbringen, Wirtschaft, Lehre und Forschung beider Seiten verbinden, neue Wege der internationalen Markenkommunikation erschließen und Brücken für Forschung, Ausbildung und Praxis bauen.

SHE Xianjun, stellvertretender Leiter des Generaldirektionsbüros der China Media Group, betonte, die China Media Group sei als größte, am weitesten reichende und in ihren Formaten vielfältigste internationale Medienorganisation der Welt der nationalen Markenstrategie verpflichtet und fördere Markenwachstum in allen Branchen. Über den chinesischen Markt hinaus baue die Gruppe im globalen Kommunikationsgefüge Plattformen für den Austausch in beide Richtungen auf.

LIU Pingjun — Vorsitzender der Beratergruppe des ISO-Fachausschusses für Markenbewertung, früherer stellvertretender Leiter der staatlichen Behörde für Qualitätsüberwachung, Inspektion und Quarantäne sowie Berater der International Academy of Brand Science — zeichnete die Geschichte des „China Brand Day" nach. Als Mitglied des 12. Landeskomitees der Politischen Konsultativkonferenz brachte er 2015 den Antrag zur Einführung des Tages ein; 2017 erklärte der Staatsrat den 10. Mai offiziell zum „China Brand Day". Der Antrag wurde zu den 100 einflussreichsten Eingaben aus 70 Jahren der Konsultativkonferenz gezählt. Ein ausgereiftes Bewertungssystem und ein internationaler Konsens über Markenbewertung, so LIU, seien eine wesentliche Grundlage der gemeinsamen Markenentwicklung.

Michael Schumann, Vorsitzender des Bundesverbands für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA), nahm vor Ort und online teil. Die deutsche Industrie und Markenentwicklung verfügten über gewachsene Erfahrung, und die Wertschöpfungsketten beider Länder ergänzten einander in hohem Maße. Der Verband werde deutsche Unternehmen weiter mit dem chinesischen Markt verbinden und die Markenkooperation in intelligenter Fertigung, neuer Energie und hochwertigem Anlagenbau fördern.

SHAN Fan, Gründungspräsident der Brand University of Applied Sciences, sprach über den Aufbau der Marke als akademisches Fach und die Ausbildung international arbeitender Fachkräfte. Der deutsch-chinesische Gegenwartskünstler, Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg und Träger des Verdienstordens für Kunst und Wissenschaft sagte, Markenentwicklung sei ohne kreative Köpfe nicht denkbar; er hoffe auf eine vertiefte Zusammenarbeit der Hochschulen beider Länder.

Fachbeiträge: industrielle Umsetzung und internationale Praxis

Im Anschluss an die Pressekonferenz folgten Fachvorträge führender Vertreterinnen und Vertreter ihrer Gebiete.

XU Changdong, Präsident der Unternehmervereinigung der Western Returned Scholars Association, sprach über die internationale Praxis der Low-Altitude-Economy, über die globalen Chancen dieses Feldes und über Wege zu Markenaufbau und grenzüberschreitender Zusammenarbeit.

LI Lelu, Partnerin bei ADVANT Beiten, behandelte die Investitionsprüfung bei Fusionen und Übernahmen und gab anhand deutsch-chinesischer Investitionsfälle fachliche Orientierung für Auslandsakquisitionen und Compliance.

SHAN Yubing, Vorstandsvorsitzender der CHOREN Industrietechnik, sprach über effiziente Vergasungstechnologie für saubere Brennstoffe — Entwicklung, Tendenzen und Aufgabe im Hinblick auf internationale Ziele einer kohlenstoffarmen, nachhaltigen Energie- und Chemiewirtschaft — sowie über die globalen Anwendungsaussichten grüner Technologien.

Ausblick: eine dauerhafte Plattform für Marken in beide Richtungen

ZHANG Hongming, stellvertretender Vorsitzender und Generalsekretär des Organisationskomitees des 3. Deutsch-Chinesischen Markengipfels, stellte Vorbereitung, Positionierung und Jahresschwerpunkte vor. Als nationale Referenzplattform folge der Gipfel dem Modell „Auftakt in China, Hauptgipfel in Deutschland": Nach dieser Pressekonferenz an der Communication University of China findet der Hauptgipfel am 14. Dezember in Berlin statt.

Der Gipfel konzentriert sich auf künstliche Intelligenz, intelligente Fertigung, Low-Altitude-Economy, neue Energie, grüne und kohlenstoffarme Entwicklung sowie grenzüberschreitende Compliance und bringt die industriellen Stärken und Markenressourcen beider Länder zusammen. Als zentrales Ergebnis wird der Bericht „Deutsch-Chinesische Marken 30" über herausragende Marken veröffentlicht: eine systematische Darstellung der Entwicklungswege führender Marken beider Länder, ihrer Erfahrungen in der internationalen Kommunikation und konkreter Kooperationsfälle — als belastbare Grundlage für Unternehmen mit grenzüberschreitenden Vorhaben.

Künftig, so ZHANG Hongming, werde das Organisationskomitee ein dauerhaftes System des Austauschs in beide Richtungen unterhalten: regelmäßige Besuche von Politik und Wirtschaft, industrielle Matchmaking-Formate, wissenschaftliche Diskussion und Veranstaltungen zur Markenentwicklung, die Politik, Industrie, Wissenschaft, Kapital und Medien verbinden. So sollen mehr chinesische Marken internationale Märkte erreichen, mehr deutsche Marken sich in China etablieren und die Zusammenarbeit in künstlicher Intelligenz, intelligenter Fertigung, neuer Energie, Low-Altitude-Economy und grüner Chemie vertieft werden.